Informationen

Vor der Therapie

Eltern beobachten ihre Kinder täglich in den vielfältigsten Spiel- und Bewegungssituationen und sind somit leicht in der Lage zu entscheiden, ob ihr Kind die ein oder andere Fähigkeit schon beherrscht.
Darüberhinaus sind Eltern auch in der Lage neben der allgemeinen auch die sprachliche Entwicklung einzuschätzen. Daher kommt ihnen eine wichtige Rolle in der Früherkennung zu.

Um Eltern dabei zu unterstützen hat der Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. entsprechende Informationen zusammengestellt. Hierzu zählen neben einer allgemeinen Checkliste zur Entwicklung von Kindern auch spezielle Elternfragebögen für die Sprachförderung für unterschiedliche Altersstufen.

Checkliste Kinder allgemein

Elternfragebogen 18-20 Monate

Elternfragebogen 30 Monate

Elternfragebogen 54 Monate


Wie bekommt man Logopädie?

Eine logopädische Therapie setzt grundsätzlich eine ärztliche Diagnose voraus und muss immer ärztlich verordnet sein. Hierzu stellt der behandelnde Arzt ein entsprechendes Rezept aus. Logopädie kann von Haus-, HNO-, Kinder-, Zahnärzten, Kieferorthopäden, Pädaudiologen, Phoniatern und Neurologen verordnet werden.

Dabei ist folgendes zu beachten:

Bitte beachten Sie, dass zwischen der Ausstellung der Verordnung und dem nächsten Termin in meiner Praxis maximal 28 Tage liegen dürfen.
Wir als Therapeuten sind seitens der GKV leider dazu verpflichtet, die Verordnung auf ihre Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen. Sollte ein Rezept dementsprechend nicht korrekt ausgestellt sein, muss dieses dem Arzt zur Korrektur wieder vorgelegt werden.
Wir unterstützen Sie und Ihren Arzt dabei und geben die notwendigen Korrekturen gemäß den gesetzlichen Vorschriften vor.

Für privat Versicherte oder Selbstzahler (PKV) genügt ein Privatrezept. Hier sind keine Besonderheiten zu beachten.

Für beide Versichertenarten gilt: eine logopädische Therapie darf nur dann begonnen oder fortgeführt werden, wenn eine Verordnung zum Zeitpunkt des vereinbarten Termins vorliegt. Andernfalls muss der Termin ggf. verschoben werden.

Sollten Sie unsicher sein, ob überhaupt eine logopädische Therapie für Sie, Ihren Angehörigen oder Ihr Kind in Frage kommt, so zögern Sie bitte nicht, uns auch im Vorfeld anzurufen. Wir beraten Sie gerne am Telefon  und erläutern Ihnen die ggf. notwendigen weiteren Schritte.
Haben Sie bereits ein Rezept von Ihrem Arzt vorliegen, so melden Sie sich telefonisch oder persönlich in unserer Praxis an.


Auszug Therapieangebot:

Erwachsene

Neurologisch bedingte Sprach- und Sprechstörungen können zum Beispiel u.a. nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder im Zuge der Parkinson-Krankheit auftreten.

Mögliche Beeinträchtigungen sind:

• Sprachstörungen (Aphasie)
• Sprechstörungen (Dysarthrie)
• Schluckstörungen (Dysphagie)
• Gesichtslähmungen
• Störungen der Schriftsprache (Alexie, Agraphie)


Kinder

Im Bereich Kindersprache arbeiten wir unter anderem nach folgenden etablierten Konzepten:

  • „PLAN“ bei Latetalkern, Dysgrammatismus und Wortschatzproblemen
  • „Wortschatzsammler“ nach Motsch
  • KON-LAB nach Zvi Penner
  • phonlogische Therapie nach Fox (P.O.P.T.)
  • Entwicklungsprofil nach Zollinger
  • VED- Verbale Entwicklungsdyspraxie nach Reddemann-Tschaiker
  • klassische Artikulationstherapie nach van Riper
  • myofunktionelle Therapie/ Therapie oraler Restriktionen (Wangen-, Lippen-, Zungenbänder) zur Unterstützung u.a. bei einer kieferorthopädischen Behandlung
  • non-avoidance Ansatz in der Stottertherapie, Mini-KIDS und KIDS

Stimme

Hier bieten wir nachfolgende besondere Therapiekonzepte an:

  • LSVT
  • LaxVox
  • manuelle Stimmtherapie
  • funktionelle Stimmtherapie

Ob und welche spezielle Therapiemethode angewandt werden muss entscheidet sich im Rahmen der Diagnostik.

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen (und oben genannten) Diagnosen finden Sie unter:
Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.


LSVT

Lee Silverman Voice Treatment- Lee-Silverman Stimmtraining speziell für Parkinson-Betroffene

Nach erfolgreicher Absolvierung des LSVT® Zertifizierungs-Workshops bin ich für diese spezielle Therapiemethode berechtigt den Titel „zertifizierte LSVT® Therapeutin“ zu verwenden.

Die LSVT® Methode wurde in den USA entwickelt und wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Methode zu einer deutlichen Verbesserung der Stimmqualität führt. Auch die Haltung, das Sprechen, die Mimik und die Schluckfunktion werden positiv beeinflusst.
Innerhalb einer in sich abgeschlossenen vierwöchigen Intensivtherapie (4×4 Einheiten à 60 Minuten) werden Übungen zur Verbesserung der Stimmfunktion und Sprechlautstärke erlernt. Diese führen zu bis zu zwei Jahre anhaltenden Erfolgen.Auch hierbei handelt es sich um ein Heilmittel, welches ärztlich verordnet werden muss.

Die Kosten für die Behandlung werden üblicherweise von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Private Krankenversicherungen unterscheiden hinsichtlich ihrer Erstattungsmodalitäten nicht zwischen allgemeiner logopädischer Behandlung und spezieller LSVT Therapie.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne direkt an uns!


Kosten

Gesetzlich Versicherte (GKV)

Die Logopädie ist als Heilmittel Teil der medizinischen Grundversorgung in Deutschland und im Erstattungskatalog der Krankenkassen aufgenommen.
Die Kosten für eine logopädische Therapie werden also für Sie als Versicherter in der Regel von Ihrer gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dabei sind die Gebührensätze seitens der Kassen festgelegt.

Zuzahlungsregelung für GKV (gem. Sozialgesetzbuch)

Ab dem 18. Lebensjahr besteht für jeden Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse eine Zuzahlungspflicht für in Anspruch genommene Leistungen (Praxisgebühr, Medikamente, Krankenhausbehandlung, Kur- und Reha-Aufenthalte, Heilmittelbehandlung).
Für die Verordnung von Logopädie besteht die Regelung, dass je Rezept 10 Euro sowie 10% pro Therapieeinheit zu zahlen sind. Abhängig von der Art der Verordnung variiert der Betrag.
Die Zuzahlung wird im Auftrag der Kassen direkt in meiner Praxis erhoben.
Sie erhalten dazu selbstverständlich eine ordentliche Rechnung sowie eine Quittung.

Von der Zuzahlungsregelung ausgenommen sind Patienten mit besonderen finanziellen Belastungen. Sie erhalten nach entsprechender individueller Beantragung bei Ihrer Krankenkasse dann einen sogenannten Befreiungsausweis. Über den genauen Ablauf und die einzureichenden Unterlagen informiert Sie Ihre Krankenkasse gerne.

Der Nachweis über die Zuzahlungsbefreiung muss bei Therapiebeginn vorgelegt werden. Andernfalls wird Ihnen die Zuzahlung wie gesetzlich vorgeschrieben bis zur Vorlage des Befreiungsausweise in Rechnung gestellt.
Bitte beachten Sie auch evtl. eingeschränkte Gültigkeitsdauern Ihres Befreiungsausweises (insbesondere über den Jahreswechsel). Nach Ablauf eines Gültigkeitsbereiches muss in aller Regel eine erneute Beantragung erfolgen.

Privat Versicherte (PKV)

Es bestehen keine festgelegten Vergütungssätze. Die privaten Kassen erstatten die Kosten in unterschiedlichem Umfang, abhängig des von Ihnen abgeschlossenen Tarifs. Bitte klären Sie vor Beginn der Therapie die mögliche Erstattung durch Ihre PKV.
Rezeptgebühren fallen keine an.